Kurz erklärt

Eine sinnvolle Dachprüfung verbindet Ertragsprognose und Vor-Ort-Prüfung. Eine Sonnenkarte ersetzt keine Bewertung der Tragfähigkeit.

Die Umgebung betrachten

Achten Sie auf Bäume, Nachbargebäude, Schornsteine und andere Schattenquellen. Verschattung ändert sich im Tages- und Jahresverlauf. Fotografieren Sie vom sicheren Boden aus; Dachzugang und bauliche Prüfung gehören in fachkundige Hände.

Dachspezifische Erträge verlangen

Das PVGIS-Werkzeug der Europäischen Kommission unterstützt die Ertragsschätzung für Standort und Ausrichtung. Es ist ein Ausgangspunkt, kein Ersatz für die Besichtigung. Lassen Sie Annahmen zu Schatten, Anlagenverlusten und nutzbarer Fläche erläutern.

Künftige Arbeiten mitplanen

Stehen größere Dachreparaturen bevor, sollten diese vor der Montage geklärt werden. Fragen Sie nach Zugang, Gerüst, Abdichtung und einer späteren Demontage. Klären Sie außerdem, wer mögliche örtliche Genehmigungen vor dem Vertragsabschluss prüft.

Die Dachflächen einzeln vergleichen

Ein Dach kann mehrere Flächen mit unterschiedlichen Ausrichtungen, Neigungen und Hindernissen haben. Lassen Sie für jede nutzbare Fläche einen Belegungsplan und eine Ertragsschätzung erstellen. Ein kleiner verschatteter Anbau ist anders zu bewerten als das freie Hauptdach. Berücksichtigen Sie außerdem den Zugang zu Schornsteinen, Dachrinnen und Dachfenstern sowie den Platz, den der Betrieb für Montage und spätere Wartung benötigt.

Zeitverlauf und Jahresertrag betrachten

Zwei Belegungen mit ähnlichem Jahresertrag können zu unterschiedlichen Tageszeiten Strom liefern. Bitten Sie um Monatserträge und einen beispielhaften Tagesverlauf für jede Variante. Legen Sie daneben den Bedarf Ihres Haushalts. So wird verständlich, warum die höchste Jahressumme nicht zwingend den Netzbezug am stärksten reduziert. Gleichzeitig verhindern Sie, dass ein sommerlicher Ertragsverlauf irrtümlich als Muster für das gesamte Jahr behandelt wird.

Aus der Besichtigung einen Leistungsumfang machen

Trennen Sie die Ergebnisse in Vorarbeiten, Leistungen des Solarvertrags und offene Punkte. Dazu können Dachreparaturen, Gerüstzugang, Leitungswege und der Wechselrichterstandort gehören. Halten Sie fest, wer Tragfähigkeit und Dichtheit prüft. Bei einem Nebengebäude gehört auch die elektrische Verbindung zum Haus in die Planung: Eine gut geeignete Dachfläche kann dennoch erheblichen Anschlussaufwand verursachen.

Ihre Planungscheckliste

  • Belegungsplan je Dachfläche mit Hindernissen.
  • Monatserträge und Annahmen zur Verschattung.
  • Dokumentierter Dachzustand und erforderliche Vorarbeiten.
  • Zugang, Leitungswege und Prüfzuständigkeit im Angebot.

Häufige Fragen

Ersetzt ein Satellitenbild die Dachbesichtigung?

Es hilft bei einem ersten Entwurf, zeigt aber weder verdeckte Schäden noch die genaue Befestigung oder Tragfähigkeit. Nutzen Sie die Vorabschätzung als Grundlage für Fragen beim Ortstermin.

Sollte ein älteres Dach zuerst repariert werden?

Vergleichen Sie den erwarteten Reparaturzeitpunkt mit den Kosten einer späteren Demontage und erneuten Montage. Dach- und Solarbetrieb sollten Reihenfolge und Gewährleistungszuständigkeit vor der Beauftragung abstimmen.

Ihr nächster Schritt

Erstellen Sie eine Dachübersicht mit Ausrichtung, ungefährem Alter, bekannten Schäden, Hindernissen und geplanten Bauarbeiten.

Quellen & weiterführende Informationen