Ein günstigeres Angebot kann weniger Leistungen enthalten. Vergleichen Sie Umfang, Annahmen und Zuständigkeiten.
Den Leistungsumfang sichtbar machen
Erstellen Sie eine Tabelle mit Modulleistung, Wechselrichter, Montage, Gerüst, Anschluss, Überwachung und Betreuung. Markieren Sie Ausschlüsse. Enthält nur ein Angebot einen Speicher, verlangen Sie getrennte Preise.
Einsparungen hinterfragen
Beide Unternehmen sollten mit demselben Haushaltsverbrauch, Strompreis und derselben Einspeisevergütung rechnen. Eine optimistische Eigenverbrauchsannahme ist nicht mit einer vorsichtigen vergleichbar. Finanzierung und mögliche Förderung sollten einzeln erkennbar bleiben.
Verantwortung bei Problemen klären
Unterscheiden Sie Produktgarantie, Montageleistung und Ertragsprognose. Wer übernimmt Fehlersuche, Arbeitszeit, Zugang und Ersatzlieferung? Verlangen Sie eine Übergabeliste und einen klaren Zahlungsplan. Mündliche Zusagen gehören in die schriftliche Leistungsbeschreibung.
Die Zahlen vergleichbar machen
Überführen Sie jedes Angebot in dieselbe Übersicht: vollständiger Anlagenpreis, Modulleistung, erwarteter Jahresertrag und geplanter Direktverbrauch. Führen Sie den Speicher gesondert auf. Der Preis je kWp kann Unterschiede sichtbar machen, erklärt aber weder schwierigen Zugang noch Elektroarbeiten oder besseren Kundendienst. Prüfen Sie Steuern und notwendige Zusatzarbeiten. Ein niedriger Gerätepreis ist nicht automatisch der niedrigste Preis für ein betriebsfertiges Projekt.
Mit einem gemeinsamen Beispiel nachrechnen
Ein Beispielhaushalt erzeugt 4.000 kWh und verbraucht davon 1.600 kWh unmittelbar selbst. Bei 0,30 €/kWh Netzbezug und 0,08 €/kWh Einspeisevergütung ergeben sich vor Betriebskosten 480 € vermiedene Einkäufe und 192 € Einspeiseerlös. Lassen Sie jeden Anbieter diese Rechnung mit Ihren Daten durchführen. Bei Abweichungen sollten Sie die unterschiedliche Annahme suchen, statt nur die fertigen Amortisationszeiten zu vergleichen.
Ausschlüsse und Ersatzprodukte sichtbar machen
Kennzeichnen Sie jede Leistung als enthalten, ausgeschlossen oder nach Besichtigung zu klären. Achten Sie auf Gerüst, Zählerarbeiten, Änderungen an der Verteilung, Altgerätedemontage und mögliche Überwachungsgebühren. Fragen Sie auch nach dem Vorgehen, falls die genannten Module oder Wechselrichter nicht verfügbar sind. Ein Ersatzprodukt sollte mit aktualisierter Beschreibung und einer Erklärung zu Kompatibilität, Garantie und Preisänderungen angeboten werden.
Ihre Planungscheckliste
- Identischer Leistungsumfang und dieselben Verbrauchsdaten.
- Getrennte Preise für Speicher, Finanzierung und Extras.
- Benannte Geräte, Ausschlüsse und Regeln für Ersatzprodukte.
- Zahlungsstufen mit klar beschriebenen Projektmeilensteinen.
Häufige Fragen
Ist die kürzeste Amortisationszeit das beste Angebot?
Nur bei vergleichbaren Annahmen und Leistungen. Ein hoher angenommener Strompreis, mehr Eigenverbrauch oder ausgelassene Kosten verkürzen die Zahl, ohne die Anlage zu verbessern. Prüfen Sie zuerst diese Eingaben.
Was gehört zu einer brauchbaren Übergabe?
Eine Liste der tatsächlich verbauten Geräte, relevante Inbetriebnahmeunterlagen, Überwachungszugang, Bedienhinweise, Garantien und die Kontaktstelle für Störungen. Vereinbaren Sie diese Unterlagen bereits bei der Auswahl des Betriebs.