Planen Sie anhand Ihres Gebäudes und Verbrauchs. Finanzierung, Anschluss und Montage sind getrennt zu klären.
Ein gemeinsames Briefing erstellen
Sammeln Sie Jahresverbrauch, Dachinformationen und mögliche Pläne für Elektroauto oder Wärmepumpe. Verlangen Sie eine Besichtigung und nachvollziehbare Ertragsprognose. Trennen Sie heutigen Bedarf von späteren Anschaffungen, damit die Anlage nicht nur durch ungewisse Zukunftspläne begründet wird.
Die vollständige Installation vergleichen
Lassen Sie Zuständigkeiten für Gerüst, Zählerschrank, Elektroarbeiten, Netzabstimmung und Übergabe benennen. Der Planungsratgeber der Verbraucherzentrale hilft bei der Vorbereitung. Notwendige Zusatzarbeiten sind nicht automatisch im beworbenen Preis enthalten.
Finanzierung sichtbar halten
Die KfW veröffentlicht Informationen zur Photovoltaikfinanzierung. Prüfen Sie aktuelle Produkt- und Antragsbedingungen und unterscheiden Sie Kredit und Zuschuss. Örtliche Angebote können abweichen. Ziehen Sie nur bestätigte Unterstützung vom Budget ab.
Mit realistischen Verbrauchsszenarien arbeiten
Erstellen Sie ein Szenario für den heutigen Haushalt und eines für bereits geplante Veränderungen. Geben Sie an, wann ein Elektroauto zu Hause wäre und wie sich der Heizbedarf über das Jahr verteilt. Mehr Jahresverbrauch bedeutet nicht automatisch mehr direkten Solarverbrauch. Lassen Sie Monatserzeugung und Netzbezug für beide Fälle berechnen, damit eine attraktive Jahressumme keinen zeitlichen Unterschied zwischen Sommerertrag und Winterbedarf verdeckt.
Den Zählerschrank in das Projekt einbeziehen
Lassen Sie die vorhandene Elektroinstallation besichtigen und Arbeiten an Messung oder Anschluss benennen. Fordern Sie einen Preis oder einen ausdrücklich vorläufigen Ansatz mit klarer Zuständigkeit für die Bestätigung. Vereinbaren Sie außerdem Wechselrichter- und Speicherstandort, Wartungszugang und Leitungswege. Diese Angaben im Besichtigungsprotokoll verringern das Risiko, dass ein zunächst günstiges Angebot erst nach Arbeitsbeginn durch notwendige Ergänzungen deutlich teurer wird.
Einen Projektablauf statt nur eines Montagetermins planen
Ordnen Sie Dachprüfung, Freigabe des Entwurfs, Vorarbeiten, Lieferung, Montage, Inbetriebnahme und administrative Übergabe zeitlich ein. Ergänzen Sie bei Bedarf die Finanzierung. Markieren Sie Abhängigkeiten von anderen Stellen und die Unterlagen jeder Etappe. Klären Sie, wann regulärer Betrieb möglich ist. Führen Sie Reserven für offene Punkte getrennt vom Gerätepreis, statt vorläufige Beträge wie verbindliche Festpreise zu behandeln.
Ihre Planungscheckliste
- Heutiger Verbrauch und bestätigte Veränderungen getrennt.
- Dachspezifische Monatserträge und Verbrauchsannahmen.
- Elektrovorarbeiten und Anschlusszuständigkeit mit Preisen.
- Etappen, Abhängigkeiten und Übergabeunterlagen.
Häufige Fragen
Ist ein KfW-Kredit ein Preisnachlass auf die Anlage?
Nein. Ein Kredit verändert die Zahlungsweise, nicht die Rückzahlungspflicht. Vergleichen Sie Anlagenpreis und Finanzierungsplan getrennt, einschließlich Zinsen und gegebenenfalls weiterer Kosten.
Rechtfertigt eine geplante Wärmepumpe mehr Module?
Sie kann die Planung verändern. Verwenden Sie aber einen jahreszeitlichen Bedarf: Ein großer Teil der Heizenergie wird bei geringerer Solarerzeugung benötigt. Lassen Sie das gemeinsame Monatsmodell zeigen.