Eine Wärmepumpe nutzt Strom, um Wärme zu transportieren. Ihre Leistung hängt vom gesamten Heizsystem und den Betriebsbedingungen ab.
Das ganze Heizsystem betrachten
Die Außeneinheit ist nur ein Teil. Zur Planung gehören Wärmeverluste, Heizkörper oder Flächenheizung, Warmwasser, Regelung und Platzbedarf. Ein Kesseltausch lässt sich nicht allein durch den Vergleich zweier Leistungsangaben planen.
Saisonale Leistung erfragen
Ein Effizienzwert unter einer Testbedingung beschreibt kein ganzes Heizjahr. Fragen Sie nach der erwarteten Leistung für Ihr Haus, das örtliche Klima und die benötigten Wassertemperaturen. Trennen Sie Strompreis und Effizienz bei der Betriebskostenrechnung.
Komfort in die Planung aufnehmen
Beschreiben Sie kalte Räume, Wunschtemperaturen und den Warmwasserbedarf. Fragen Sie nach Geräuschen, Wartungszugang und Verhalten bei Kälte. Bei der Übergabe sollten Regelung und Fehlererkennung verständlich erklärt werden.
Drei Aufgaben getrennt betrachten
Raumheizung, Warmwasser und Regelung müssen im Entwurf berücksichtigt werden. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe versorgt einen wassergeführten Heizkreis; eine Luft-Luft-Anlage erwärmt die Raumluft und ersetzt nicht automatisch die Warmwasserbereitung. Halten Sie fest, welche Aufgaben das Angebot umfasst. So vergleichen Sie nicht versehentlich reine Raumheizung mit einer Lösung, die zusätzlich Speicher, Umbauten an Rohrleitungen und eine vollständige Regelung enthält.
Effizienz in Strombedarf übersetzen
Ein Rechenbeispiel: Für 12.000 kWh Wärme werden bei einer Jahresarbeitszahl von 3 ungefähr 4.000 kWh Strom benötigt. Bei einer Jahresarbeitszahl von 4 sind es etwa 3.000 kWh. Multiplizieren Sie diese Menge mit dem jeweiligen Strompreis und ergänzen Sie weitere Kosten. Klären Sie, ob Warmwasser, Zusatzheizung und Umwälzpumpen in der angenommenen Arbeitszahl enthalten sind, damit die Bilanzgrenze eindeutig bleibt.
Heizflächen in die Planung einbeziehen
Heizkörper oder Fußbodenheizung müssen den jeweiligen Raum bei der vorgesehenen Wassertemperatur ausreichend versorgen. Verlangen Sie eine raumweise Erklärung der Auslegungstemperatur und erforderlicher Änderungen. Große Temperatursprünge und kurze Heizphasen passen möglicherweise nicht zum vorgesehenen Regelkonzept. Lassen Sie sich bei der Übergabe Zeitprogramm, gegebenenfalls Witterungsführung und Urlaubseinstellung erklären, ebenso den Unterschied zwischen einer Komfortanpassung und technischen Einstellungen.
Ihre Planungscheckliste
- Raumweise Heizlast und erforderliche Heizflächenänderungen.
- Raumheizung und Warmwasser im Angebot getrennt erkennbar.
- Jahresarbeitszahl mit eindeutig benannter Bilanzgrenze.
- Aufstellort, Regelungseinweisung und Wartungszugang.
Häufige Fragen
Müssen sämtliche Heizkörper ersetzt werden?
Nicht zwingend. Entscheidend sind der Wärmebedarf des Raums und die Leistung des vorhandenen Heizkörpers bei der geplanten Wassertemperatur. Lassen Sie das prüfen, statt pauschal alle Heizkörper zu behalten oder auszutauschen.
Kann ich direkt mit meiner bisherigen Brennstoffrechnung vergleichen?
Beginnen Sie mit dem nutzbaren Wärmebedarf. Die alte Anlage hatte Verluste; auch Komfort und Warmwasserverbrauch können sich ändern. Verwenden Sie für beide Varianten dieselben Annahmen, damit der Vergleich aussagekräftig ist.